Naherholungsgebiet Hölzle

Durch die einzigartige Lage beginnt, direkt nach dem Wohngebiet Saurer Wasen, das Naherholungsgebiet. Nach ein paar Schritten im Wald kommt man an den Standort der Hölzlekönigin und etwas weiter stand der Hölzlekönig, Deutschlands höchste Tanne, die leider nach dem zweiten Weltkrieg durch Sturm und Blitzeinschläge verendete. In diesem Wald befindet sich auch die Walters Höhle, ein Wildschweingehege, sowie ein Rot- und Dammwildgehege. Auch der Hungerbrunnen und zahlreiche Grill- und Aufenthaltshütten gehören zu diesem Schutzgebiet. 

Beginn der Wanderwege u.a auch ein Teil des Ostwanderwegs Etappe 8 (führt an dem Bauvorhaben vorbei)

Übersicht über den Geschichts- und Naturlehrpfad in Schwenningen

Nicht weit vom Wanderparkplatz entfernt standen zwei übergroße Tannen.
Die Hölzlekönigin ...

... und der Hölzlekönig, wobei der Rahmen den Stammumfang darstellt. 

Nach fünf Minuten Wanderzeit erreichen wir die Waltershöle ...

... und den Einstieg, der nicht mehr begehbar ist.

Das Wildgehege mit seinem alljährlichen Nachwuchs, ...

bildet den Anfang eines Rundgangs.


Daneben findet sich ein Wildgehege für Damm-, Reh- und Rotwild, ...

... die man heutzutage nur noch selten zur Sicht bekommt.

Auf dem Rückweg kommt man am Hungerbrunnen vorbei, wobei sein Name nach dem Krieg entstanden ist, wo seitlich neben dem Acker reines Quellwasser floss und die arme Bevölkerung mit frischem Wasser versorgte.

Verschiedene Gedenksteine und Ehrenmale sind auf dem Ostweg zu finden.

Viele Hütten und Grillplätze sind in diesem Naherholungsgebiet vorhanden.

Am Ende des Weges lädt die Gaststätte Wildpark zum Einkehren ein. 

Wo der blaue Himmel seitlich zu sehen ist, würde man die Wohnblöcke sehen.
Der Gasthof Wildpark Inhaberin: Bianca Wälde

Geplantes Wohnprojekt

Nach der Aufgabe des Gärtnereibetriebes Fischer, wurde das Gelände an einen Investor verkauft, der auf dem Gelände 5 Wohnkomplexe mit 4 Stockwerken (insgesamt 90 Wohneinheiten) bauen möchte. Zudem wird eine Tiefgarage und mehrere Stellplätze für die Unterbringung der bis zu 200 Autos ausreichen müssen. Die Ausfahrt ist über dem Hölzleweg geplant, welcher auch als Zufahrt für das Naherholungsgebiet dient. Diese Wohnblöcke haben einen ähnlichen Aufbau, wie die auf dem LGS- Gelände. Aus brandschutztechnischen Gründen müssen auf dem Grundstück zwei Feuerwehrzufahrten mit jeweils einer Breite von ca. 5 Metern Platz finden. Der Hölzleweg und der Fäßlesgrund sind für diese Kapazitäten nicht ausreichend, da aufgrund von parkenden Fahrzeugen von Anliegern, diese nur jeweils für ein Auto zur gleichen Zeit passierbar sind. Laut Vorplanung müssten daher noch viel mehr, größere und ältere Bäume gefällt werden, um die Baumaßnahmen zu realisieren.
Die Anwohner möchten in die Planung und die Umsetzung einbezogen werden. Nur so können Probleme sinnvoll und vorab zusammen gelöst werden. Alternativen können in einer Machbarkeitsstudie ebenfalls schneller evaluiert werden. 

Die viel zu enge Zufahrtstraße für das Bauprojekt müsste verbreitert werden, was zur Folge hat, dass weitere Bäume rechts und links gefällt werden müssen. Rechts zur Verbreiterung der Straße und links komplett für Parkplätze (Vorplanung).

Auch der weitere Verlauf des Hölzleweges, bietet die gleichen Bedinungen. Hinzu kommt, dass hier regelmäßig Fahrzeuge parken und die Straße dadurch noch enger wird.  

Die Verbreiterung der Straße zur rechten Seite, ist ab hier nicht mehr möglich, da rechts ein Trafohäuschen, das zur Stromversorgung dient, steht.

Hier auch das gleiche Bild. In der Einmündung zur Schluchseestraße kann der Verkehr nur einspurig laufen.

Auch in der oberen Einfahrt, diesmal ist es der Fäßlesgrund, kann nur einseitig gefahren werden, da Anwohner der umliegenden Häuser den Parkraum benötigen.

Im weiteren Verlauf des Fäßlesgrundes in Richtung Hölzle kann die Straße nur einseitig befahren werden.

Folgende Bilder sind Projekte des gleichen Investors.

Hier auf dem LGS Gelände.

Aktuelles Projekt: Hirschbergstraße/ Alleenstraße.

Am vorderen See - 39 Wohnungen - auch ein aktuelles Projekt des selbigen Investors

Am vorderen See - 39 Wohnungen - auch ein aktuelles Projekt des selbigen Investors


Am vorderen See - 39 Wohnungen - auch ein aktuelles Projekt des selbigen Investors


Abriss bestehender Gebäude

Der Abriss wurde von einem Investor veranlasst, der beabsichtigt, dieses Grundstück und weitere Flächen im Fäßlesgrund (zwischen Gaststätte Wildpark und Waldorfschule) mit massigen Wohnblöcken, ähnlich wie am LGS Gelände (gleicher Investor) zu bebauen. 

Innerhalb von zwei Wochen wurden alle Bäume und Sträucher (> 70 Stück), wovon viele dem Baumschutz unterliegen, gerodet. Hierfür lag bei den zuständigen Ämtern keine Genehmigung vor. Anschließend wurden die Gebäude abgerissen. Während dieser Arbeiten wurden im Haus Asbestrückstände gefunden. Wie sich später herausstellte, wurde auch in den Fensterabdichtungen/ Kit der Gewächshäuser Asbest gefunden. Die Baustelle wurde persönlich von OB Roth besichtigt und ein Baustopp verhängt. Das Asbest wurde mit einem Spezialmittel gebunden, sodass kein Abdrift der gefährlichen Fasern stattfinden kann. Während der ganzen Zeit des Abrisses wurde der Betrieb, der direkt daneben liegenden Walddorfschule- Kindergartens, nicht unterbrochen. Es wurden auch keine weiteren Anlieger vor den Gefahren gewarnt. 
Es wurden mittlerweile Erdproben, welche vom Landratsamt angeordnet worden sind, genommen, da befürchtet werden muss, dass weitere Asbestvorkommnisse in der Oberschicht des Grundstückes zu finden sind.
Erschwerend kommt hinzu, dass nach dem Grünschnitt roden, die Grünmasse untergemulcht wurde.

Hier zu sehen ist die ehemalige Gärtnerei Fischer (Wohnhaus)

Luftbilder zeigen üppige Vegetation am Haus ...

... und hinten bei den Gewächshäusern, welche alle gerodet worden sind

Es handelt sich hier um eine Gesamtfläche von ca. 8.000 m³ (Bild ist aus Google Maps)

Nach Rodung und Teilabriss auf dem Fischergrundstück wurde damit begonnen, auch auf den Nachbargrundstücken zu Roden. 

Vermutlich sind die Nachbargrundstücke auch rechtlich vom Investor gesichert.
Das Rechtfertigt solche Rodungen dennoch nicht.

Hier ist im Ansatz die Masse der Rodung zu erkennen.

Auch auf dem Dach des rechten Gebäudes sind Eternitplatten, welche Asbest beinhalten, zu erkennen.

Um das Grundstück befindet sich jetzt nochmals ein Bauzaun, um die Gefahren des Asbest zu sichern.

Durch das Mulchen der Grünmasse in den Oberboden wurden die, durch den Hagel 2006 noch vorhandenen Splitterreste der Gläser und Abdichtungen/ Kit, in den Oberboden eingefräst, was vermutlich zu einer weiteren Kontamination geführt hat.


Durch den Baustopp und unklare Kosten- und Zahlungsverpflichtungen zwischen Investor und Baufirma rückten die Arbeiter ab.

Seitdem ruht die Baustelle. Nun ist Zeit genug, dank des beherzten Eingreifen vom Stadtratsmitglied Hr. Caroli und Oberbürgermeister Hr. Roth, die Planung nochmals zu überdenken und auch den Abbruch geordnet zu beenden.

Wie hier zu sehen ist, liegt die Schule nur einen Steinwurf von den Gefahren der Gewächshäuser entfernt.

Nach dem Wechsel der Abbruchfirma wurden die Reste des Wohnhauses der ehemaligen Gärtnerei abgerissen.

Wie auf dem Bild zu sehen, ist die Baugrube des Wohnhauses wieder zugeschüttet worden, weil das Planfeststellungsverfahren mehr Zeit beansprucht.

Lehmgrube

Ein besonderer Aspekt wird sein, dass die geplanten Gebäude auf einer ehemaligen Deponie gebaut werden müssen. 

Vorgeschichte: Die in Schwenningen ansässige Ziegelei hat auch in der Gegend Hölzleweg/ Fäßlesgrund Ton abgebaut und zu Ziegel verarbeitet. Daraus entstanden riesige Mulden und Löcher, die man nach dem Abbau wieder mit Abfällen und Bauschutt aufgefüllt hat. Nach Schließung dieser Schutthalden wurde das Gelände eingeebnet und besiedelt. So befinden sich einige Häuser u.a. auch die Gärtnerei Fischer auf dem ehemaligen Deponiegelände. Dies bedeutet eine große Herausforderung für die Statik und Architektur. 

Luftbild mit Blick nach Südwesten auf das Ziegelwerk 1 der Gebrüder Schlenker in der Villinger Straße 83, 85, 91 um 1914, dahinter die heutige Wasenstraße.
Im Vordergrund die Abschürfungen der Lehmgrube.
Entnommen aus: Liebes altes Schwenningen Bilderbuch einer Stadt im Wandel vom Hermann Kuhn Verlag

Hier zu sehen sind die beiden Ziegelwerke der Gebrüder Schlenker, die nicht nur Backsteine, sondern auch Dachziegel, Radial-, Voll- und Halbziegel.
Quelle: 

 http://dachziegelarchiv.de/seite.php?kat_typ=50&sei_id=69568#grossbildview 

Luftbild mit Blick nach Südwesten auf das im Vordergrund sichtbare Ziegelwerk 2 das Gebrüder Schlenker an der Salinenstraße 62 und 62 a-i erbaut 1907, hier um 1928; dahinter, rechts beginnend, die Walddistrikte Dickenhard, Spittelbühl und Hannenberg
Entnommen aus: Liebes altes Schwenningen Bilderbuch einer Stadt im Wandel vom Hermann Kuhn Verlag